Hydrologische und bodenkundliche Geländeübung

Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Nummer0000003044
ArtPraktikum
Umfang2 SWS
SemesterSommersemester 2017
UnterrichtsspracheDeutsch
Stellung in StudienplänenSiehe TUMonline
TermineSiehe TUMonline

Termine

Teilnahmekriterien & Anmeldung

Lernziele

Nach der Teilnahme an der hydrologischen und bodenkundlichen Geländeübung sind die Studierenden in der Lage:, - Messprinzipien und Instrumente anzuwenden, - mögliche Probleme in Abhängigkeit der Messmethodik zu identifizieren, - die erhobenen Daten innerhalb einfacher Aufgaben zu Regionalisierung, Wasserhaushaltsbilanzierung und Niederschlag-Abfluss-Berechnung zu benutzen, - durch Plausibilisierungsmethoden Messfehler zu analysieren, - das natürliche System als integrales Ergebnis von landschaftsbildenden Prozessen (Geologie, Pedologie, Relief, Wasserhaushalt, Klima, anthropogene Einflüsse) zu verstehen und - ihre angewendeten Methoden und Analysen verständlich darzustellen.

Beschreibung

Die Geländeübung wird in dem Messgebiet der DFG-Forschergruppe "Großhang" (www.grosshang.de) in Ebnit/Vorarlberg (Österreich) durchgeführt. Folgende Themenschwerpunkte werden behandelt: - Einführung in die Geologie, Geomorphologie und Pedologie des Messgebietes - Durchführung von Abflussmessungen mit unterschiedlichen Methoden - Einführung in die Feldbodenkunde, Ansprache von Bodenparametern, Entwicklung von Bodenprofilen - Messung hydrologischer Zustandsgrößen im Boden (Bodenfeuchte, hydraulische Leitfähigkeit, Saugspannung und Bodentemperatur) - Methoden der Niederschlags- und Klimamessung (Temperatur, Luftfeuchte, geländeklimatologische Effekte, Einfluss der Vegetation) - Grundwasserstände im Gebiet, Tracerversuche - Zusammenschau aller Messdaten und Interpretation

Inhaltliche Voraussetzungen

Es wird empfohlen, die Vorlesung Umweltmonitoring und Risikomanagement gehört zu haben.

Lehr- und Lernmethoden

Die hydrologische und bodenkundliche Geländeübung wird als Praktikum abgehalten. Es findet primär die Lehrmethode „Gruppenarbeit“ Anwendung, da einerseits die meisten Messgeräte (z.B. Tracermesssonde, ADCP-Gerät, Infiltrometer,…) die Bedienung durch ein Messteam erfordern und andererseits hierdurch die Gestaltung der Ausbildung im Rahmen eines Stationskreislaufs realisiert werden kann. Das dadurch erzielte Kleingruppenprinzip trägt maßgeblich dazu bei, dass die Studierenden innerhalb kurzer Zeit in der Lage sind, die im Rahmen des Praktikums behandelten Messsysteme und –methoden anzuwenden.

Studien-, Prüfungsleistung

Die Studierenden fertigen in kleinen Gruppen Berichte (15 – 20 Seiten) zu jeweils einem im Praktikum behandelten Thema (z.B. Infiltrationsmessung, Bodenbestimmung, Bodenfeuchtebestimmung, Abflussmessung,…) an. Hierzu werten sie für die jeweilige Messmethodik die Daten aller Gruppen für den gesamten Praktikumszeitraum aus. Jede Gruppe stellt ihren Bericht in einer 20-minütigen Präsentation vor und wird in einem anschließenden Kolloquium zu allen im Messpraktikum behandelten Themen (s.o.) befragt. Demnach errechnet sich die Gesamtnote wie folgt: a) Bericht inkl. Präsentation zu einem Thema (Gruppennote, Gewichtung 66,66 %) b) Mündliche Prüfung zu allen Themen (Einzelnote, Gewichtung 33,33 %) Neben der fachlichen Kompetenz werden in a) Kompetenzen wie Abstraktionsvermögen, Präsentationsstil, Sorgfalt und Teamfähigkeit bewertet. Durch dieses Benotungsschema ist sowohl die Bewertung der Gruppenleistung als auch der individuell variierenden Kompetenzen innerhalb einer Gruppe gewährleistet.

Empfohlene Literatur

- H.-P. Blume et al. (2011): Bodenkundliches Praktikum. 3. Auflage, Spektrum Verlag, Produktbeschreibungen der Messtechnik - C. Jackisch, J. Klaus, E. Zehe: (Boden-) hydrologische Feldmessmethoden, Begleitskript zur Vorlesung Umweltmonitoring und Geostatistik und zur Geländeübung. Fachgebiet für Hydrologie und Flussgebietsmanagement Technische Universität München

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